Die Aortenklappenstenose ist die häufigste Herzklappenerkrankung bei älteren Personen.1

Unbehandelt kann sie die Lebenserwartung von
symptomatischen Patienten signifikant verringern.1

Sie als Hausarzt spielen eine entscheidende Rolle bei der Diagnosestellung und
tragen damit dazu bei, dass die Patienten eine angemessene Behandlung erhalten.

Inwiefern beeinträchtigt eine
Stenose die Aortenklappe?

Bei einem Patienten mit Aortenklappenstenose kommt es an den Aortenklappensegeln zu einer Kalzifizierung, zu
Fettablagerungen und zu einer entzündlichen Infiltration. Mit der Zeit werden diese Segel zunehmend steifer. In der Folge
verengt sich die Öffnung der Herzklappe, so dass der Blutfluss behindert wird und das Herz kräftiger pumpen muss.2

Der Schweregrad der Aortenklappenstenose hängt davon
ab, wie stark die Aortenklappensegel verkalkt sind:

  • Normal
  • Leicht
  • Mittelschwer
  • Schwer

Ein frühzeitiges Handeln ist von entscheidender Bedeutung.

Bei manchen Patienten können die Symptome in mittelschwerer Ausprägung auftreten, während andere Patienten mit
schwerer Aortenklappenstenose möglicherweise asymptomatisch bleiben. Sobald sich aber bei einem Patienten mit einer
schweren Aortenklappenstenose Symptome ausprägen, ist die Lebenserwartung stark reduziert. Unbehandelt liegt die
Überlebensrate bei diesen Patienten nach zwei Jahren bei gerade einmal 50%.3

Praevalenz

Wie häufig ist eine Aortenklappenstenose?

Um die Prävalenz dieser Erkrankung zu verdeutlichen, geben Sie hier bitte
die geschätzte Anzahl der Patienten über 75 ein, die Sie pro Woche betreuen:

8 8 327 Down arrow
8 8 8 327

Ältere Patienten mit einer Aortenklappenstenose, die Sie pro Jahr betreuen 4

8 8 8 90

Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Aortenklappenstenose5

8 8 8 45

Patienten, die ohne Behandlung der schweren Aortenklappenstenose voraussichtlich keine zwei Jahre überleben werden6

Diese Zahlen werden aller Wahrscheinlichkeit nach ansteigen,
da die Bevölkerung zunehmend altert. Bei wie vielen Patienten
hatten Sie bisher den Verdacht einer Aortenklappenstenose?

Symptome

Warum fallen manche Patienten
durchs Raster?

Viele Symptome der Aortenklappenstenose entwickeln sich schleichend, und die Patienten
passen häufig ihren Lebensstil entsprechend an oder schreiben sie einfach ihrem Alter zu.7

Schmerzen oder
Engegefühl in der Brust
Geringere körperliche
Belastbarkeit
Palpitationen
Kurzatmigkeit
Erschöpfung
Schwindelgefühl oder
Ohnmacht unter Belastung

Das Bewusstsein in der Öffentlichkeit in Bezug auf die Aortenklappenstenose ist extrem niedrig.

88% der Personen über 60
in Deutschland wissen nicht, was
eine Aortenklappenstenose ist.8

Deshalb spielen Sie als Hausarzt eine so wichtige Rolle
bei der korrekten Diagnostizierung dieser Patienten.

Sobald bei Patienten mit einer schweren Aortenklappenstenose Symptome auftreten, ist die Lebenserwartung stark eingeschränkt.3

graph
Abbildung adaptiert nach 9

Patienten können jahrelang
unentdeckt mit einer Aortenklap-
penstenose leben; sobald jedoch
Symptome auftreten, reduziert
sich die Lebenserwartung deutlich.9

Diagnose

So können Sie diesen Patienten helfen

Ein Herzgeräusch ist ein eindeutiges Anzeichen dafür, dass eine Aortenklappenstenose vorliegt.10

Tatsächlich wird eine Aortenklappenstenose meist erstmals nach einer Auskultation diagnostiziert12.
In dieser Abbildung ist die optimale Position des Stethoskops dargestellt.

Meist am besten zu hören am rechten Rand des Sternums über dem zweiten Interkostalraum. Strahlt oft in beide Halsschlagadern aus.

Wenn das Stethoskop korrekt
positioniert ist und ein systolisches Herzgeräusch zu hören ist,
liegt die Diagnose einer
Aortenklappenstenose nahe.

Hinhören.

Das Herzgeräusch, das üblicherweise mit einer Aortenklappenstenose einhergeht,
ist ein spindelförmiges, systolisches Austreibungsgeräusch mit einem einzelnen
oder paradox gespaltenen zweiten Herzton. Klicken Sie auf das Klangbeispiel
unten zum Vergleich mit einem normalen Herzschlag.

Normal
Aortenklap-
penstenose
Behandlung

Bei Verdacht auf ein Herzgeräusch: Überweisen.

Um ein optimales Behandlungsergebnis für den Patienten zu erreichen, sollte er bei klinischem Verdacht auf eine Aortenklappenerkrankung (unabhängig von Symptomen) an einen Kardiologen überwiesen werden, so dass eine angemessene langfristige Therapie geplant werden kann.11 Die einzig wirksame Behandlung einer schweren Aortenklappenstenose ist der Ersatz der erkrankten Aortenklappe.10 Eine medikamentöse Therapie kann Symptome zwar vorübergehend lindern, aber das Ergebnis nicht verbessern.10 Mittels Ballonvalvuloplastie lässt sich zwar die Zeit bis zum Klappenersatz überbrücken, aber danach kommt es meist innerhalb von 6 ‑12 Monaten erneut zu einer Stenose und zu einer Verschlechterung des Zustands10

Der Aortenklappenersatz gilt als einzig wirksame Therapie einer schweren Aortenklappenstenose.10 Das multidisziplinäre Herz-Team führt bei jedem Patienten eine sorgfältige Beurteilung des Gesundheitszustands durch und trifft die Entscheidung über die Behandlung entweder mit einem chirurgischen Aortenklappenersatz (sAVR) oder mit dem weniger invasiven Behandlungsansatz einer Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI). Ausschlaggebend bei dieser Entscheidung sind das Operationsrisiko und die Eignung des Patienten für die jeweilige Therapie.

Bei Verdacht auf ein Herzgeräusch sollte der Patient umgehend zu einem Kardiologen überwiesen werden.

Informationsmaterialien

Um Sie in Ihrer Praxis zu unterstützen, wurden eine Reihe von Informationsmaterialien zum Thema Aortenklappenstenose entwickelt, darunter auch Materialien, die Sie in der Sprechstunde einsetzen können. Sämtliche Informationsmaterialien werden Ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellt und per Post direkt an Ihre Praxis gesendet.

http://hoerensieaufdasherz.de/wp-content/uploads/media/AS_valve_sample-300x225.jpg

Herzklappenmodelle

Physische Aortenklappen-Modelle aus Gummi, an denen die anatomischen Unterschiede zwischen einer normalen Herzklappe und einer Herzklappe mit kalzifizierten Aortenklappensegeln visualisiert werden können.

ASvalves
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http://hoerensieaufdasherz.de/wp-content/uploads/media/Screen-Shot-2017-09-29-at-15.29.23.png

Leitfaden Herzanatomie für das Patientengespräch

Zur Unterstützung des Patientengesprächs bei Verdacht auf eine Herzklappenerkrankung. Ermöglicht die einfache Erläuterung des Herzens und der Herzklappen.

EG6746/04-17/THV
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http://hoerensieaufdasherz.de/wp-content/uploads/media/Screen-Shot-2017-09-29-at-15.28.44.png

Patientenposter für das Wartezimmer – Erkennen von Symptomen

Poster für das Wartezimmer, das Patienten beim Erkennen der Symptome einer Herzklappenerkrankung unterstützt. Enthält eine Aufforderung, mögliche Symptome mit ihrem Arzt zu besprechen.

EG6661/07-17/THV
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http://hoerensieaufdasherz.de/wp-content/uploads/media/Screen-Shot-2017-09-29-at-15.28.07.png

Patientenbroschüre – Erkrankungen der Herzklappen

Broschüre für Patienten mit Verdacht auf ein Herzgeräusch. Hilft ihnen, die Klappenerkrankung und die nächsten Schritte besser zu verstehen.

EG6741/02-17/THV
Verfügbare Formate:
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http://hoerensieaufdasherz.de/wp-content/uploads/media/Screen-Shot-2017-09-29-at-15.27.02.png

Patientenbroschüre – Aortenklappenstenose

Broschüre für Patienten, bei denen eine Aortenklappenstenose diagnostiziert wurde. Sorgt für ein besseres Verständnis ihrer Krankheit und informiert über die Behandlungsoptionen.

EG6742/02-17/THV
Verfügbare Formate:
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http://hoerensieaufdasherz.de/wp-content/uploads/media/Screen-Shot-2017-09-29-at-15.26.19.png

Broschüre für Fachkräfte – Aortenklappenstenose

Broschüre für Hausärzte mit einem kurzen Überblick über die Prävalenz und Diagnose der Aortenklappenstenose sowie über deren Behandlungsoptionen und aktuelle Daten.

EG7186/07-17/THV
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http://hoerensieaufdasherz.de/wp-content/uploads/media/DE_thumb.jpg

Hören Sie auf das Herz

EG6032/03-16/THV
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Quellennachweis

  1. Bouma BJ, van den Brink RBA, van der Meulen JHP et al. To operate or not on elderly patients with aortic stenosis: the decision and its consequences. Heart 1999 Aug; 82: 143–8.
  2. Grimard BH, Larson JM. Aortic Stenosis: diagnosis and treatment. Am Fam Physician 2008;78:717–24
  3. Otto CM. Timing of aortic valve surgery. Heart 2000;84:211–218
  4. Auf Basis eines Arbeitsjahres aus 48 Wochen. Anzahl berechnet aus der gepoolten Prävalenz aller AS bei älteren Patienten (12,4 %). Ref: Osnabrugge RLJ, Mylotte D, Head SJ et al. Aortic stenosis in the elderly: disease prevalence and number of candidates for transcatheter aortic valve replacement: a meta-analysis and modeling Study. J Am Coll Cardiol. 2013;62:1002–12.
  5. Osnabrugge RLJ, Mylotte D, Head SJ et al. Aortic stenosis in the elderly: disease prevalence and number of candidates for transcatheter aortic valve replacement: a meta-analysis and modeling Study. J Am Coll Cardiol. 2013;62:1002–12.
  6. Otto CM. Timing of aortic valve surgery. Heart 2000; 84:211-–218
  7. Alliance for Aging Research. Aortic Stenosis: Under-Diagnosed and Under-Treated. 2010. https://www.agingresearch.or/newsletters/view/36. Aufgerufen am 12. August 2016
  8. Gaede L, Di Bartolomeo R, van der Kley F et al. Aortic valve stenosis – what do people know? A Heart Valve Disease Awareness Survey of over 8,800 people aged 60 or over. Eurointervention: Journal of EuroPCR in collaboration with the Working Group on Interventional Cardiology of the European Society of Cardiology. 2016;12:883–9.
  9. Carabello BA. Introduction to aortic stenosis. Circ Res 2013;113:179–85
  10. Task Force on the Management of Valvular Heart Disease of the European Society of Cardiology (ESC); European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS), Baumgartner H, et al. 2017 ESC/EACTS Guidelines for the management of valvular heart disease (version 2017). Eur Heart J 2017;38:2739–91
  11. Dr Wern Yew Ding, Dr Unni Krishnan. Aortic Valve disease: Clinical Review. GP Online. 2016. http://www.gponline.com/aortic-valve-disease-clinical-review/cardiovascular-system/article/990063. Aufgerufen am 13. März 2017.
  12. Nishimura RA, Otto CM, Bonow RO et al. 2014 AHA/ACC Guideline for the management of patients with valvular heart disease: Executive summary. Circulation 2014; 10;129:2440–92.